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    Die Lange Nacht der Volkshochschulen im Rückblick

    Erstellt von Dr. Gerrit Lungerhausen |

    Am 20. September haben Volkshochschulen in ganz Deutschland die Lange Nacht der Volkshochschulen ausgerichtet, um zu feiern, dass die Volksbildung seit genau 100 Jahren in der deutschen Verfassung verankert ist. Die vhs Main-Taunus-Kreis hat dieses Fest in Hofheim mit über 450 Gästen gebührend gefeiert.

    Die vhs Main-Taunus-Kreis hatte fünf Wissenschaftler*innen eingeladen, um in der Hofheimer Stadthalle ihre Forschungen im Rahmen eines Science Slams vorzustellen. Ein Science Slam ist ein Wettbewerb, zu dem Wissenschaftler*innen aller Disziplinen antreten, um zu beweisen, wer seine Forschungen am verständlichsten und kurzweiligsten präsentieren kann. In zehn Minuten erklären die Forscher, woran sie arbeiten und warum. Das ist meistens unterhaltsam, außerdem ist es immer informativ. Das Format ist in Hofheim ungemein beliebt, zuvor haben bereits vier solcher Slams im Movies Kino stattgefunden, und es war stets schwer, an die begehrten Karten zu gelangen.

    Begrüßt wurden die 450 Gäste zunächst vom Landrat Michael Cyriax, der zwar wegen einer anderen Veranstaltung nicht persönlich erscheinen konnte, es sich aber nicht nehmen lassen wollte, der vhs Main-Taunus-Kreis in einer Videobotschaft zu ihrer Arbeit zu gratulieren. Auch die vhs-Direktorin Regina Seibel begrüßte die Gäste und zählte die Handlungsfelder der vhs auf: „Eine Wundertüte mit vielen Facetten“ sei die vhs, und „aus dieser kann man das herausziehen, was die Gesellschaft gerade braucht“.

    Der anschließende Science Slam demonstrierte das Bestreben der vhs, Bildung so verfügbar zu machen, dass der Zugang möglichst leicht fällt und auch Spaß macht. Nach den fünf unterhaltsamen Vorträgen der jungen Wissenschaftler*innen wählte das Publikum den Sieger des Abends. Moderator Gerrit Lungershausen, zugleich vhs-Fachbereichsleiter für Kultur, hatte Mühe, zu entscheiden, wem der stärkste Applaus galt, und so gab es letztlich zwei Sieger: David Spencer, Biologe von der RWTH Aachen, der darauf bestand, dass ökologisches Bewusstsein und Gentechnologie absolut miteinander zu vereinbaren seien, und Dennis Schulz, Tieftemperaturphysiker vom Heidelberger Kirchhoff Institut für Physik, mussten sich den ersten Platz teilen. Alle Slammer*innen wurden mit einem überwältigenden Applaus und Original-Origamis von vhs-Dozentin Shigemi Muroi von der Bühne verabschiedet. Matthias Henrich, Leiter des Hofheimer Weltladens, resümierte, „es war eine fantastische Veranstaltung“, und auch Carl-Heinz Pohle, vhs-Dozent im Medienbereich, fand den Slam im Rückblick „hervorragend“.

    Dann begann der zweite Teil der vhs-Party: Moderator Gerrit Lungershausen lud das Publikum in die Räume der vhs Main-Taunus-Kreis, wo zahlreiche Gäste über einen roten Teppich in das Foyer der vhs strömten, akustisch begleitet von Trommlern unter Leitung von Kiere Diallo. Dort warteten ein reiches Buffet auf hungrige Gäste, eine abwechslungsreiche Disco auf tanzwütige Besucher und eine Fotobox auf verkleidungswillige vhs-Freunde.

    Wer etwas mehr über die vhs Main-Taunus-Kreis lernen wollte, konnte sich einer der Taschenlampenführungen anschließen. Angela Gerhardt, vhs-Fachbereichsleiterin Gesellschaft, und Gerrit Lungershausen führten durch das dunkle Gebäude und gewährten einen Einblick in die vhs-Räume. Regina Seibel, als vhs-Leitung, bot in ihrem Büro ein „Leitungswasser“ zur Begrüßung an, Ukulele-Dozentin Nadine Schafiyha spielte auf dem gruseligen Dachboden und die Spanisch-Dozentin Eleonor Hernandez de Abraham stellte im schummrigen Licht der Taschenlampen die mexikanische Tradition des „Día de Muertos“ vor. Kerstin Rohlf-Wachs, vhs-Fachbereichsleiterin Deutsch, unterzog die Taschenlampenträger einem Einbürgerungstest – zumindest einer Kurzform in zehn Fragen, die schon zeigte, wie schwierig es eigentlich ist, deutscher Staatsbürger zu werden.

    Dieses Jubiläumsfest hat sein Ziel erreicht: viele Menschen mit ganz unterschiedlichem Hintergrund in die vhs zu locken. Dass sie an diesem Abend zugleich an aktuellen Forschungsdiskussionen teilnehmen konnten und im Anschluss an den Science Slam gemeinsam gefeiert haben, vereinigt den Bildungsauftrag und das soziale Engagement der vhs Main-Taunus-Kreis.

     

    Der Bühnenselfie unser Slammer*innen mit Publikum im Hintergrund
    Kurz vor der Kür der Sieger sind alle Slammer*innen des Abends noch einmal gemeinsam auf die Bühne gekommen: Matthias Warkus (Jena), Jörg Hartmann (Karlsruhe), Dennis Schulz (Heidelberg), David Spencer (Aachen), Janina Otto (Marburg) Foto: Dietrich Milde.
    Der Physiker Dennis Schulz (Heidelberg) hat sich den ersten Platz beim Science Slam mit David Spencer geteilt. Foto: Dietrich Milde
    Der Biologe David Spencer (Aachen) hat sich den ersten Platz beim Science Slam mit Dennis Schulz geteilt. Foto: Dietrich Milde
    Wir sind stolz, die Hofheimer Stadthalle so gut gefüllt zu haben. 450 Gäste haben den Weg in die Stadthalle gefunden - und sehr viele sind zur anschließenden Party noch mit in die vhs gekommen.
    Regina Seibel eröffnet den Science Slam zur Langen Nacht mit einem kurzen Grußwort und einem amüsanten Rückblick in die vhs-Geschichte. Foto: Dietrich Milde
    vhs-Fachbereichsleiter Gerrit Lungershausen hat den Science Slam zur Langen Nacht moderiert. Foto: Dietrich Milde
    vhs-Direktorin Regina Seibel hat bei der Taschenlampenführung "Leitungswasser" in ihrem Leitungsbüro ausgeschenkt.
    Spanisch-Dozentin Eleonor Hernandez de Abraham hat im Rahmen unserer Taschenlampenführung den mexikanischen Brauch des Altars der Toten präsentiert.
    Das vhs-Team um Direktorin Regina Seibel hat bei der Langen Nacht zusammen mit zahlreichen Gästen die Fotobox erobert.

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